Antoni-Stollen
ist der älteste Teil des Quecksilberbergwerks und gehört zu den ältesten
Bergwerkseingängen in der ganzen Welt. Er existiert schon seit dem Jahr 1500,
nur zehn Jahre nach der Entdeckung vom gediegenen Quecksilber in Idrija hat man
zum Ausgraben an dieser Stelle angefangen.
Durch den
dreihundertmeter langen Stollen gingen die Knappen fast fünfhundert Jahre jeden
Tag in die Grube und kamen nach der Schicht zurück. Am Ende des Stollens wurde
am Ende des 18. Jahrhunderts eine Kapelle, die der Hl. Dreifaltigkeit gewidmet
ist, gebaut. In der Kapelle steht eine Reliefplastik der Hl. Dreifaltigkeit und
dazu wurden noch Statuen von den Schutzpatronen der Knappen –Hl. Achacius und
Hl. Barbara – gebaut. Von der Kapelle, wo immer vor der Arbeit für glückliche
Rückkehr gebeten wurde, traten die Bergmänner in den Attems-Schrägbau und
gingen über 1.000 Stufen hinunten bis zu der Tiefe von 200 Meter. Heutzutage
sind nur noch 116 Stufen noch erhalten und für Besucher der Schaubergwerks
gemeint.
Vor dem Stollen
wurde im 18 Jahrhundert das Eingangsgebäude Šelštev (aus deutschem
Gesellstube), wo am Morgen die Bergmänner vor der Arbeit sammelten. Hier wurden
die Öllampen mit neuem Öl besorgt, die Evidenzzahl-Münzen angenommen, und vor
allem haben sich die Bermänner über den Dienstplan informiert. Im ‚Šelštev’, wo
die oberen Stöcken einfache Ambulanzzimmer, Kabinette und Wohnungen für
Bergwerksangestellte einnahmen, wurde am 11. Februar 1890 auch der berühmte
Ingenieur Stanko Bloudek geboren.
Mit der
Renovierung des ‘Šelštev’-Gebäudes und des Antoni-Stollens wurde am 22. Juni
1994, zum Tag des Hl. Achacius, der älteste Teil des Quecksilberbergwerks
eröffnet. Heutzutage ist er touristischen Beuschern gewidmet und ermöglischt
den Touristen einen authentischen Einblick ins Bergambiente. Die Besichtigung
fängt mit der Vorstellung einer mehrsprachigen Multivision. Danach treten die
Besucher, in schwarz-grüne Überzieher angezogen und mit Schutzhelmen
ausgerüstet, mit einem Führer in die mysteriöse Welt der Knappen ein. Der Weg
durch beleuchtete Stollen führt sie auch zu den Tropfen des Quecksilbers, die
aus dem Schwarzschiefer triefen. Dem Spaziergang an der berühmten Kapelle
vorbei folgt der Abstieg in die tieferen Teile der Grube bis zur
Achacius-Sohle, etwa hundertmeter unter der Oberfläche. Unterwegs lernen die
Besucher die typischen Knappenarbeite lernen und zum Schluss ruhen sie sich aus
auf einer Bank, wie einmal die Knappen. In der Unterwelt trifft man auch den Grubenschrat
‚berkmandlc’, der in Idrija öfter ‚prekmandlc’ benannt wird. Bis zum Schluss
fehlt nur noch der Aufstieg durch den Attems-Schräg-bau übrig – die 116 Stufen,
natürlich...
Glück auf!
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