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Sie steht am Ort, wo der Erzählung nach der legendäre »Bottichmacher« im
Jahr 1490 zum ersten Mal das gediegene Quecksilber bemerken sollte. Das
ursprüngliche Kirchlein war ein Jahrzehnt später aufgestellt, wie die Urkunde,
die in Udine am 22. August 1500 ausgegeben wurde, zeugt.
Bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts hatte das Gebäude ein gemauertes
gotisches Presbyterium, ein Holzschiff und eine ebene und bemalte Decke. In der
zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde es vorübergehend von Protestanten,
die in Idrija einen großen Einfluss hatten, in Verwaltung übernommen. Als
während des 30-jährigen Krieges in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts die
Arbeiten beim Bau der neuen Barockkirche der heiligen Barbara inmitten der
Siedlung – des Marktes – stecken blieben, wurde Sveta Trojica renoviert und
verschönert. Der Meister Anton Knez erzeugte im Jahr 1629 ein spätgotisches,
gerippt und netzförmig gewölbtes Presbyterium mit rosettenförmigen
Schlusssteinen und spitzartig geformten Fenstern mit steinigem Maßwerk. Das
Holzschiff wurde im Jahr 1668 mit seitlichen »goldenen« Altären ausgestattet,
für den Hauptaltar hat aber im Jahr 1703 der Maler Carl Reslfeld ein großes
Bild (Ölleinwand) Die Heilige Dreifaltigkeit krönt Maria verfertigt. In der
ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wollte man die Kirche sogar in ein
Schulgebäude oder ins Quecksilberlager umwandeln, am Ende auch zerstören. Zum
Glück setzte sich der Bischof aus Ljubljana, Anton Alojzij Wolf, der berühmte
Landsmann von Idrija, selbst für ihre Erhaltung ein.
Die fünfhundertjährige Kirche Sveta Trojica ist heute vorbildlich
renoviert. Die Pfarre in Idrija gestaltete sie in den Jahren 1981–1984 nach den
Plänen des Architekten France Kvaternik um. Dem Gebäude sind authentische
Formen zurückgegeben, insbesondere der Innenraum, wo sich die historischen und
die modernen Stilelemente, die sinnvoll betont sind, befinden, ist anziehend.
Das Presbyterium schmücken farbenfreudige Glasmalereien des Kunstmalers Lojze
Čemažar, der bedeutungsvoll die biblische Thematik und die vom Leben und
Verfahren in Idrija vereinte. Als vielsagende Symbole treten noch das Erz, die
bergmännische Spitze (Bohrer) und die Karbidlampe (das ewige Lämpchen)
auf.
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